Hagelschlag am Kalterer See: Schattenseiten der Natur

Die heute Morgen durch die Südtiroler Medien laufenden Meldungen, wonach das Gebiet nördlich des Kalterer Sees von starkem Hagelschlag betroffen worden wäre, lässt mich gleich nach Tagesanbruch zu unserer Rebe laufen. Die daran hängenden Trauben sind unversehrt geblieben und haben seit meinem letzten Besuch vor einigen Wochen kräftig an Wachstum zugelegt.   Alles im Plan. Die ersten sich färbenden Kerne werden wir Anfang August bewundern können.

Ich mache mich auf die Suche nach den vom Hagel betroffenen Gebieten. Diese sollen nördlich des Kalterer Sees liegen, nur wenige Autominuten bei Tramin. Hier soll es laut der aktuellen Nachrichten in  Südtirol 1, die ich eben hörte, Schäden im Ausmaß von bis zu 90% geben. Zunächst denke ich an eine übertrieben gehaltene Radionachricht, denn mehr als friedliche Reblandlandschaft soweit mein Auge reicht, kann ich im Moment nicht entdecken. Anderseits würde Hagel immer nur streifenweise seine zerstörerische Gewalt auslassen. Zunächst genieße ich einfach diese üppigen Rebhänge, die sich beschaulich  vom Kalterer See links und rechts in Richtung Kaltern erstrecken.
Alsbald treffe ich auf zwei in blauer Schürze, die in finsterer Miene offensichtlich auf Begutachtungstour sind.  Sicher wird man mir Auskunft geben können, wo denn nun dieser Hagel gewütet habe. Meine Frage erübrigt sich, ich befinde mich mittendrin. Ich werde gefragt, ob ich von der Zeitung oder von der Versicherung wäre. Diese beiden Institutionen sind offensichtlich die einzigen, die sich für das, was  hier noch übrig blieb, noch interessieren dürften. Nachstehende Bilder lassen wir für sich sprechen und meinen, dass die Natur auch ihre Schattenseiten hat. Der Ertrag fleißiger Bauernhand wurde hier in wenigen Minuten zerstört.    

Die sich im besten Wachstum befindlichen Weintrauben wurden vom Hagel arg in Mitleidenschaft gezogen. Das weitere Wachstum ist damit nachhaltig gestört.

 Reben wurden geknickt bzw. durchtrennt.

Wie jede Pflanze atmet auch die Rebe durch ihr Laub, was hier nicht mehr möglich erscheint.

Pflaumengroße Hagelkörner dreschten das meiste Laub von den Reben.

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